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Philosophische Fakultät - Seminar für Ägyptologie
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Studiengang: Sprachen u. Kult. Afrikas [E45] - Bachelor - 2 Fächer [61]


Module


BM 1 AfSW - Afrikanistische Sprachwissenschaft [1361]

Inhalte: Das Modul dient der allgemeinen methodischen Einführung in das Studium der Afrikanistik und sprachwissenschaftlich orientierten Ägyptologie. Dabei werden allgemeine linguistische Grundbegriffe vermittelt und anhand von Beispielen aus afrikanischen Sprachen erläutert. Es wird darüber hinaus nicht nur in die Grundlagen synchroner Sprachbeschreibung eingeführt, sondern es werden auch sprachgeschichtliche Prozesse erläutert, wobei antike Referenzsprachen hinzugezogen werden können. Erste Kenntnisse der Bearbeitung sprachlicher Daten und der linguistischen Methoden (historisch-vergleichende Methode, Typologie usw.) werden vermittelt. Das Modul dient außerdem der Erläuterung von genetischer Sprachverwandtschaft in Afrika und der wissenschaftsgeschichtlichen Bewertung der Methoden und Modelle von Sprachklassifikation. Auf der Basis dieses Wissens führt es sowohl in den gesellschaftlichen Kontext heutiger afrikanischer Sprachen ein als auch in historische Abläufe, wie sie z.B. in Spracharealen und den Resten antiker Kulturen des Niltals nachvollziehbar sind.
(1) Phonetik und Phonologie afrikanischer Sprachen
Das Einführungsseminar führt in die Grundlagen der artikulatorischen Phonetik mit besonderer Berücksichtigung der Lautbildung in afrikanischen Sprachen ein. Befunde, Theorien und Methoden der Phonologie und Morphophonologie werden anhand von Beispielen aus ausgewählten afrikanischen Sprachen erläutert. Eine Einführung in Verfahren wie die Phonologische Analyse und Merkmalsanalyse befähigen Studierende zu ersten eigenen angewandten Studien. Es soll ebenfalls gezeigt werden, wie Sprecher Kenntnisse über die phonologische Struktur ihrer Muttersprache in Wortspielen oder Meidungssprachen verwenden. Abschließend behandelt die Veranstaltung Aspekte der Diachronie in Form von Rekonstruktionen von Lautsystemen, und zwar sowohl am Beispiel antiker, schriftlich überlieferter Sprachen wie auch anhand der Rekonstruktion hypothetischer Proto-Sprachen.
(2) Morphologie und Syntax afrikanischer Sprachen
In dieser Veranstaltung werden Grundlagen der Analyse und Beschreibung von Wort- und Satzstrukturen unter besonderer Berücksichtigung afrikanischer Sprachen vermittelt. Die Veranstaltung berücksichtigt dabei ausgewählte Sprachstufen des Ägyptischen genauso wie die rezenten Sprachen Afrikas. Zudem sollen wichtige morphologische Konzepte, wie der Unterschied zwischen lexikalischen und grammatischen Morphemen, morphologische Alternation (Allomorphie) und Wortbildungsprozesse erläutert werden. Darauf aufbauend wird eine Darstellung unterschiedlicher Sprachtypen aus morphologischer und syntaktischer Sicht vorgenommen.
(3) Gliederung der Sprachen Afrikas
Die Veranstaltung führt zunächst in die Geschichte der „Entdeckung“ der ca. 2.000 Sprachen Afrikas und ihrer verwandtschaftlichen Beziehungen durch europäische Missionare, Kolonialisten und Gelehrte des 18. bis 20. Jahrhunderts ein. Der Hauptteil der Veranstaltung dient der Diskussion der Gliederung nach Greenberg und ihrer späteren Kritik sowie den Fortschritten in der Subklassifikation. Hier werden die großen Sprachfamilien Afrikas, ihre Verbreitung, aber auch das Problem der Isolate beschrieben. Am Ende der Veranstaltung besitzen die Studierenden nicht nur Grundlagenwissen über die Sprachenvielfalt Afrikas und die Verwandtschaftsbeziehungen der Sprachen, sondern sind auch in der Lage, auf der Basis wissenschaftsgeschichtlicher Erwägungen die Gliederung der Sprachen Afrikas und ihre Bewertung kritisch zu evaluieren.
(4) Sprachsoziologie Afrikas
Das Einführungsseminar behandelt den gesellschaftlichen Kontext des Sprachenreichtums in Afrika und führt damit in unterschiedliche Formen und Aspekte der Mehrsprachigkeit ein, wie z.B. Code-Switching, Diglossie, asymmetrische Verstehbarkeit und Register. Sprachwechsel, Sprachbedrohung und Sprachtod werden als rezente und antike Phänomene ebenso erklärt wie die Relevanz von Sprachpolitik und Sprachplanung. Die soziolinguistische Theoriengeschichte wird insbesondere am Beispiel von Pidgin- und Kreolsprachen untersucht. Die gängigen Methoden der Analyse sprachsoziologischer Prozesse und Phänomene werden an ausgewählten afrikanischen Beispielen erläutert.
Qualifikationsziele: Die theoretischen und methodischen linguistischen Grundlagen des Faches werden vermittelt. Die Studierenden werden befähigt, die Fachterminologie souverän zu handhaben, Quellen adäquat zu rezipieren und anhand einer Grammatik sprachliche Strukturen zu beschreiben. Studierende erwerben die Fähigkeit, die grundlegenden Methoden und Theorien der Sprachwissenschaft (Phonetik/Phonologie, Morphologie, Syntax) konkret auf afrikanische Sprachen zu beziehen und die Besonderheiten afrikanischer Sprachen (Meidung, Markiertheit, dialektale Variation usw.) im Kontext gesellschaftlicher Abläufe zu analysieren. Sie sind in der Lage, die Sprachlandschaften Afrikas, Klassifikationsmodelle und grundlegende Aspekte der Sprachgeschichte zu überblicken und einschlägige Modelle kritisch zu diskutieren.
Lehr- und Lernformen: Einführungsseminar; regelmäßige Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Klausurarbeit oder Referat mit Handout in zwei Veranstaltungen.
Berechnung der Modulnote: Die in den mit Referat oder Klausurarbeit abgeschlossenen Einführungsseminaren erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01a,02a,03a,04a
Sprachen und Literatur: Proseminare (Mag.) / Einführungsseminare (B.A.)
2.00
Pflicht
Phonetik und Phonologie afrikanischer Sprachen
Teilnahme oder Teilnahme + Klausur oder Referat.




Zwei Seminare nach Wahl werden in diesem Modul mit einer Klausurarbeit oder Referat abgeschlossen (jeweilige Kreditierung: 3 CP); in den beiden übrigen Seminaren genügt die Teilnahme (jeweilige Kreditierung: 1 CP).
1 / 3
01a,02a,03a,04a
Sprachen und Literatur: Proseminare (Mag.) / Einführungsseminare (B.A.)
2.00
Pflicht
Morphologie und Syntax afrikanischer Sprachen
Teilnahme oder Teilnahme + Klausur oder Referat.




Zwei Seminare nach Wahl werden in diesem Modul mit einer Klausurarbeit oder Referat abgeschlossen (jeweilige Kreditierung: 3 CP); in den beiden übrigen Seminaren genügt die Teilnahme (jeweilige Kreditierung: 1 CP).
1 / 3
01a,02a,03a,04a
Sprachen und Literatur: Proseminare (Mag.) / Einführungsseminare (B.A.)
2.00

Gliederung der Sprachen Afrikas
Teilnahme oder Teilnahme + Klausur oder Referat.




Zwei Seminare nach Wahl werden in diesem Modul mit einer Klausurarbeit oder Referat abgeschlossen (jeweilige Kreditierung: 3 CP); in den beiden übrigen Seminaren genügt die Teilnahme (jeweilige Kreditierung: 1 CP).
1 / 3
01a,02a,03a,04a
Sprachen und Literatur: Proseminare (Mag.) / Einführungsseminare (B.A.)
2.00
Pflicht
Sprachsoziologie Afrikas
Teilnahme oder Teilnahme + Klausur oder Referat.




Zwei Seminare nach Wahl werden in diesem Modul mit einer Klausurarbeit oder Referat abgeschlossen (jeweilige Kreditierung: 3 CP); in den beiden übrigen Seminaren genügt die Teilnahme (jeweilige Kreditierung: 1 CP).
1 / 3

BM 2 GUK - Geschichte und Kulturen [1362]

Inhalt: Das Modul gibt einerseits einen Einblick in die Vielfalt, Komplexität und historische Dynamik von Kulturen und Gesellschaften in Afrika. Diese werden nicht nur synchron, sondern auch diachron in ihren lokalen Geschichten von der Antike bzw. vorkolonialen Zeit bis heute behandelt. Die Kultur des alten Ägypten, aber auch die antiken Kulturen des Sudan und ihre Geschichte finden besondere Berücksichtigung – vor allem in ihrer Anbindung an das übrige Afrika. Zum anderen ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem vom Westen über Afrika und die alten Niltalkulturen produzierten Wissen zu führen. Vor dem Hintergrund von Debatten z. B. über „Veränderung/Stagnation“, „Orientalismus“ sowie „writing culture“ werden die (post)kolonialen, machtpolitischen und erkenntnistheoretischen Implikationen des Wissens über Afrika – über eine Wissenschaftsgeschichte hinausgehend – kritisch aufgearbeitet.
(1) Geschichte und Kulturen Afrikas I & II
Die Veranstaltung, die sich mit zwei alternierenden Vorlesungen über einen Zeitraum von zwei Semestern erstreckt, dient als eine Einführung in die Vielfalt und Komplexität afrikanischer Kulturen und Gesellschaften und ihrer lokalen Geschichten. Unterschiedliche Ökonomien, politische Systeme, Verwandtschaftsverhältnisse und Religionen werden an konkreten Beispielen (San, Swahili, Buganda etc.) dargestellt und in ihren spezifischen lokalen Geschichten bis heute nachgezeichnet. Während Vorlesung I vor allem „positives“ Wissen zu vermitteln sucht, wird in Vorlesung II eben gerade dieses positive Wissen problematisiert. Es wird gezeigt, wie und unter welchen Bedingungen, Interessen, Machtverhältnissen und Institutionen dieses Wissen erzeugt wurde. Ziel dieser Vorlesung ist es, im Zusammenhang mit den Debatten um „Orientalism“ und „writing culture“ das Wissen über Afrika als relationales Wissen darzustellen.
(2) Geschichte und Kulturen des antiken Ägypten und Sudan
Die Übung versteht sich zunächst als Plattform für die Erarbeitung positiven Basiswissens über die antiken Kulturen des unteren und mittleren Nils und der Oasen. Ausgehend von einer Denkmälerkunde werden die Grundzüge ihrer räumlichen und historischen Ordnung behandelt, die wichtigsten Hilfsmittel und methodischen Ansätze vorgestellt und zentrale Fragestellungen in ihrer Entwicklung seit der griechischen Antike erörtert. Der kritische Umgang mit den Quellen und den wissenschaftlichen Konstruktionen wird in Referaten eingeübt.
Qualifikationsziele: Die theoretischen und methodischen kulturwissenschaftlichen Grundlagen des Faches werden überblickt, insbesondere Grundtechniken und Kenntnis der neuesten theoretischen und methodologischen Ansätze der Ägyptologie und Geschichtsforschung in Afrika und Grundkenntnisse der Geschichte sowie der Kulturen und Gesellschaften Afrikas, die zur Analyse aktueller Probleme befähigen. Die Studierenden werden befähigt, Bibliographien zu vorgegebenen Themen zu erstellen, Quellen zu zitieren, mit Fachliteratur umzugehen, selbstständig zu arbeiten und Grundlagenwissen zur Geschichte Afrikas in wechselnde wissenschaftliche Kontexte einzubetten.
Lehr- und Lernformen: Vorlesung, Übung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: benotete Klausurarbeit, Referat mit Handout.
Berechnung der Modulnote: Die in der mit Klausurarbeit abgeschlossenen Vorlesung sowie in der Übung erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik oder des Seminars für Ägyptologie
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
02a
Vorlesung
2.00
Pflicht
Geschichte und Kulturen Afrikas I
Teilnahme
1
03a
Vorlesung
2.00
Pflicht
Geschichte und Kulturen Afrikas II
Klausur
3
01a,03a
Übungen
2.00
Pflicht
Geschichte und Kulturen des antiken Ägypten und Sudan
Referat
3

BM 3a ÄG - Ägyptisch [1363]

Inhalte und Qualifikationsziele: Das Ägyptische, die Sprache des Pharaonenreiches, bildet einen eigenen Zweig der afroasiatischen Sprachfamilie. Es lässt sich in seiner Entwicklung über einen Zeitraum von rund 3000 Jahren fassen, oder – wenn man die letzte Ausprägung, das Koptische, mit einbezieht, über rund 4500 Jahre. Das Modul vermittelt die Grundzüge der klassisch-ägyptischen Grammatik auf der Basis der Hieroglyphenschrift des Mittleren Reiches. Im Mittelpunkt steht die Literatursprache des Mittleren Reiches, doch sind zur Präzisierung der grammatischen Regeln auch Entwicklungen aus der Sprache des Alten Reiches, wie sie sich besonders in den religiösen Texten seit dem frühen Mittleren Reich manifestieren, zu berücksichtigen.
Sprachkurs I dient der Erlernung der Hieroglyphenschrift und macht mit den morphologischen und vorwiegend nicht-verbalen syntaktischen Basiskategorien der klassisch-ägyptischen Grammatik vertraut. Im Zentrum von Sprachkurs II stehen verbale Morphologie und Syntax. Zusätzlich ist ein Grundwortschatz zu erwerben.
Die Modulvariante empfiehlt sich für Studierende, die entweder einen Schwerpunkt in antike Niltalkulturen / Ägyptologie oder im Afroasiatischen setzen möchten.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: zwei Klausurarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Seminars für Ägyptologie.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Klassisch-ägyptische Schrift und Sprache I
Aktive Teilnahme, Klausur
7
02a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Klassisch-ägyptische Schrift und Sprache II
Aktive Teilnahme, Klausur
7

BM 3b BA - Bambara [1364]

Inhalte und Qualifikationsziele: Die Mandesprache Bambara ist eine der großen westafrikanischen Verkehrssprachen, die mit rund 2,8 Mio. Muttersprachlern vor allem in Mali, aber auch in Burkina Faso, Elfenbeinküste, Guinea, Gambia, Senegal und Mauretanien beheimatet ist. Als Nationalsprache Malis und wichtige Sprache der Medien ist das Bambara auch überall dort wichtig, wo es als Zweit- und Drittsprache verbreitet ist. In diesem Modul werden erste praktische Sprachkenntnisse vermittelt.
(1) Bambara I
Für diesen Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Den Studierenden werden Grundkenntnisse der Phonologie, Tonologie, Grammatik und des Lexikons vermittelt, so dass sie befähigt sind, erste kleine Sätze auf Bambara zu bilden. Im Laufe des Kurses erhalten sie ein Grundrepertoire an Redewendungen und idiomatischen Ausdrücken, die ihnen den Weg zur mündlichen Kommunikation ebnen.
(2) Bambara II
Diese Lehrveranstaltung baut auf dem sprachlichen Wissen und Können auf, das die Studierenden im ersten Kurs erworben haben. Sie lernen jetzt, kompliziertere Sätze (z.B. Relativsätze) zu bilden. Dabei werden die Satzstrukturen des Bambara allmählich verinnerlicht. Am Ende der Veranstaltung werden sie in der Lage sein, sich unter Anwendung ihrer grammatischen Kenntnisse und ihres erworbenen Wortschatzes in einfachen und zusammengesetzten Sätzen schriftlich und mündlich zu äußern.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: zwei Klausurarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01a,02a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Bambara I
Aktive Teilnahme, Klausur
7
02a,03a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Bambara II
Aktive Teilnahme, Klausur
7

BM 3c SW - Swahili [1365]

Inhalte und Qualifikationsziele: Swahili ist eine Bantusprache und gehört damit der Niger-Kongo-Sprachfamilie an. Mit annähernd 100 Millionen Sprechern (inklusive Zweit- und Drittsprachensprechern) ist Swahili die größte Sprache Afrikas und die wichtigste Verkehrssprache Ostafrikas. Swahili ist offizielle und nationale Sprache in Tansania, Nationalsprache in Kenia und wird als Verkehrsprache neben anderen Sprachen bspw. in Uganda, Kongo, Ruanda und Burundi gesprochen. In diesem Modul werden erste Sprachkenntnisse vermittelt.
(1) Swahili I
Der Kurs zielt in Form von Übungen darauf ab, den Studierenden ausbaufähige Grundlagen des Swahili zu vermitteln. Die Phonologie wird in einfachen Hör-, Sprech- und Leseübungen vermittelt. Die Aneignung grundlegender Grammatik stehen neben der Annäherung an die Swahili-Kultur im Mittelpunkt. Die kommunikativen Fähigkeiten der Studierenden werden durch gezielte Vermittlung des landeskundlichen Wissens unmittelbar gestützt und sinnvoll ergänzt.
(2) Swahili II
In diesem Folgekurs zu Swahili I werden die erlangten Fähigkeiten der Studierenden intensiviert und erweitert. Wortschatzarbeit sowie die Arbeit an grundlegenden grammatischen, morphologischen und phonologischen Strukturen (z.B. Assimilation) führen zur Übersetzungskompetenz von einfachen Sätzen. Parallel hierzu wird der Einblick in die Swahili-Kultur erweitert und die Studierenden motiviert reflexive Beziehungen und Vergleiche zur eigenkulturellen Prägung herzustellen.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: zwei Klausurarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01a,02a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Swahili I
Aktive Teilnahme, Klausur
7
02a,03a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Swahili II
Aktive Teilnahme, Klausur
7

BM 3d HA - Hausa [1366]

Inhalte und Qualifikationsziele: Hausa ist die wichtigste Verkehrssprache Westafrikas und mit ca. 50 Millionen Sprechern die zweitgrößte Sprache Afrikas. Als Erstsprache wie als Verkehrssprache ist Hausa vor allem in Nordnigeria und der Republik Niger verbreitet, ferner in Ghana, Togo, Burkina Faso, Kamerun, im Tschad sowie im Sudan. Die ältesten Schriftquellen auf Hausa stammen aus dem 14. Jahrhundert. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Hausa in arabischer, seither in lateinischer Schrift geschrieben. In diesem Modul werden erste Sprachkenntnisse vermittelt.
Das Wahlpflichtmodul „Hausa“ hat keine Fortführung in Aufbaumodul 2.

(1) Hausa I
Der Kurs vermittelt Grundlagen des Standardhausa, dem Dialekt von Kano. Dabei werden Grundlagen der Phonologie und Tonologie, der Grammatik (Genus, Pluralbildung, Verbalsystem) und des Satzbaus erarbeitet. Einfache Hör-, Sprech- und Leseübungen stehen neben der Annäherung an die Hausa-Kultur im Mittelpunkt. Die kommunikativen Fähigkeiten der Studierenden werden durch gezielte Vermittlung des landeskundlichen Wissens unmittelbar gestützt und sinnvoll ergänzt.

(2) Hausa II
Der Kurs vertieft insbesondere die Grammatik und führt z.B. in die Bildung der Verbalstämme („grades“) ein. Erste einfache Dialoge und Texte werden bearbeitet. Parallel hierzu wird der Einblick in die Hausa-Kultur erweitert und die Studierenden werden motiviert, reflexive Beziehungen und Vergleiche zur eigenkulturellen Prägung herzustellen.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: zwei Klausurarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01a,03a
Sprachkurs jedes 2. WS
2.00
Pflicht
Hausa I
Aktive Teilnahme, Klausur
7
02a,04a
Sprachkurs jedes 2. SS
2.00
Pflicht
Hausa II
Aktive Teilnahme, Klausur
7

BM 3e EW - Ewe [1367]

Inhalte und Qualifikationsziele: Ewe ist eine Kwa-Sprache und gehört damit der Niger-Kongo-Sprachfamilie an. Ewe wird in Südtogo, Südostghana, Benin und im äußersten Südwesten Nigerias von insgesamt ca. 6 Millionen Menschen gesprochen. Der Sprachkurs führt in die Anlo-Variante des Ewe ein. Mit dem Anlo-Ewe werden Einblicke in eine der schon sehr früh in der Afrikanistik erforschte Sprache gewährt, zu der mit dem Werk Diedrich Westermanns zudem zahlreiche noch immer aktuelle Klassiker vorliegen. Im Kurs wird auch ein Einblick in die Anfänge der Afrikanistik gegeben.
Das Wahlpflichtmodul „Ewe“ hat keine Fortführung in Aufbaumodul 2.
(1) Ewe I
Für diesen Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Den Studierenden werden Grundkenntnisse der Phonologie und Tonologie vermittelt und sie werden in die Grammatik dieser nahezu prototypisch isolierenden Sprache eingeführt. Da grammatische Elemente sehr oft eigenständige Wörter sind, wird mit jedem Schritt zugleich ein Teil des Lexikons vermittelt, so dass die Studierenden befähigt sind, schnell erste kleine Sätze zu bilden. Im Laufe des Kurses erhalten sie ein Grundrepertoire an Redewendungen und idiomatischen Ausdrücken, die ihnen den Weg zur mündlichen Kommunikation ebnen.
(2) Ewe II
Diese Lehrveranstaltung baut auf dem sprachlichen Wissen und Können auf, das die Studierenden im ersten Kurs erworben haben. Komplexere syntaktische Strukturen und das Verbalsystem mit seriellen Verbalkonstruktionen und seinen Tempus-Aspekt-Modus-Formen werden jetzt gründlicher behandelt. Am Ende der Veranstaltung werden die Studierenden in der Lage sein, sich unter Anwendung ihrer grammatischen Kenntnisse und ihres erworbenen Wortschatzes in einfachen und zusammengesetzten Sätzen schriftlich und mündlich zu äußern.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: zwei Klausurarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01a,03a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Ewe I
Aktive Teilnahme, Klausur
7
02a,04a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Ewe II
Aktive Teilnahme, Klausur
7

BM 4a ÄG - Ägyptisch [1368]

Inhalte und Qualifikationsziele: Im Anschluss an den Sprachkurs Klassisch-ägyptische Schrift und Sprache I und II sind die Kenntnisse von Schrift und Grammatik und Wortschatz anhand der Lektüre ausgewählter Texte zu erweitern und zu vertiefen. Verschiedene, meist textkorpusgebundene Ausprägungen der klassisch-ägyptischen Grammatik werden in ihrer Verschriftlichung studiert und zugleich die Hauptgattungen der Textüberlieferung in ihren kulturellen Bezügen erarbeitet.
Die größte Vielfalt an grammatischen Formen besonders in syntaktischer Hinsicht bieten die literarischen Texte, deren klarer Aufbau und reicher Wortschatz sich für die Einübung der Sprache besonders eignen.
Religiöse Texte konstituieren die umfangreichste Gruppe der textlichen Überlieferung aus dem alten Ägypten und sind zumeist der klassisch-ägyptischen Sprachstufe verpflichtet. Sie lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen, die alternierend in diesem Kurs studiert werden: Totentexte, Hymnen, Tempel- und Grabinschriften erlauben einen Einblick in offizielle Religion, Jenseitsvorstellungen und private Frömmigkeit und deren Wandel in einer großen zeitlichen Tiefe und in die wichtigsten Felder der ägyptischen Kultur.
Die vielfältigen biographischen und dokumentarischen Texte schließlich, Autobiographien und offizielle Erlasse ebenso wie Briefe und Berichte z. B. in Felsinschriften zeigen wichtige Aspekte des gesellschaftlichen und alltäglichen Lebens.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs, Übung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: 2 Klausurarbeiten oder eine Klausurarbeit und ein Referat mit Handout.
Berechnung der Modulnote: Die im Sprachkurs sowie die in der mit Klausurarbeit oder Referat abgeschlossenen Übung erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Seminars für Ägyptologie.
Modulbezogene Voraussetzungen: erfolgreicher Abschluss von BM 3a.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Klassisch-ägyptische Schrift und Sprache III
Aktive Teilnahme, Klausur
7
04a
Übungen
2.00
Pflicht
Religiöse Texte
Aktive Teilnahme
5
04a
Übungen
2.00
Pflicht
Biographische und dokumentarische Texte
Aktive Teilnahme, Klausur oder Referat
7

BM 4b BA - Bambara [1369]

Inhalte und Qualifikationsziele: In diesem Modul werden praktische Sprachkenntnisse vermittelt, die zur Teilnahme an einem DAAD-Intensivsprachkurs in Bamako befähigen sollen. In den Konversations- und Lektürekursen wird außerdem Wissen über die Kultur und Geschichte der bambara- und mandingsprachigen Völker vermittelt.
(1) Bambara III
Mit dem Ende des zweiten Kurses schließen die Studierenden ihre Ausbildung in der Bambara-Grammatik weitgehend ab. Jetzt werden die sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten herausgebildet. Es beginnt die Phase der Arbeit mit Texten. Dafür steht das Bambara-Lesebuch zur Verfügung, das den Studierenden außerdem wertvolle Informationen über Mali liefert. Behandelt werden hier nicht nur Texte über Geschichte, Geographie und Literatur, sondern auch über Sitten und Bräuche dieses westafrikanischen Landes. Indem die Studierenden ausgewählte Texte übersetzen, lesen, nacherzählen und auch Fragen zum Text beantworten, werden ihre Sprachkenntnisse verbessert.
(2) Bambara-Konversation
In dieser Lehrveranstaltung verfolgt man das Ziel, die mündliche Sprachbeherrschung der Studierenden zu entwickeln, wofür mit Themen aus dem Alltagsleben Malis gearbeitet wird. Im Unterricht werden Lebenssituationen vorgestellt, um die Studierenden in die Bambara-Welt einzuführen. Durch vielfältige Übungsformen (Kurzvorträge, Dialoge, Diskussionen) wird das Freisprechen gefördert.
(3) Bambara-Literatur
Hier werden die Studierenden in die literarische Welt der Bambara eingeführt. Es werden vor allem Genres wie Märchen, Sagen, Legenden, Sprichwörter und Rätsel der Bambara behandelt. Darüber hinaus findet in dieser Veranstaltung erstmals eine Arbeit mit dem Internet und Web-Texten auf Bambara statt. Mit Hilfe der Lernplattform ILIAS werden Inhalte und Formate der Texte mit Partnern an anderen europäischen oder malischen Instituten erarbeitet. Nach Abschluss dieses Kurses sind die Studierenden gut vorbereitet für den DAAD-Test.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: 1 Klausurarbeit, 1 Referat.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden mit Klausurarbeit bzw. Referat abgeschlossenen Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: erfolgreicher Abschluss von BM 3b.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03a,04a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Bambara III
Aktive Teilnahme, Klausur
7
04a,05a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Bambara - Konversation
Aktive Teilnahme
5
04a,05a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Bambara - Literatur
Aktive Teilnahme, Referat
7

BM 4c SW - Swahili [1370]

Inhalte und Qualifikationsziele: In diesem Modul werden praktische Sprachkenntnisse vermittelt, die zur Teilnahme an einem DAAD-Intensivsprachkurs in Sansibar befähigen sollen. In den Konversations- und Lektürekursen wird außerdem Wissen über die Kultur und Geschichte der Swahili vermittelt.
(1) Swahili III
Zielorientiert werden in dem Kurs Swahili III die bisher erworbenen Fähigkeiten der Studierenden hinsichtlich Sprechfertigkeit sowie Hör- und Leseverstehen erweitert. Zugleich umfasst der Kurs auch die kohärente schriftliche Produktion und Übersetzung kleinerer Texte als vorbereitende Übung für die Bewerbung um den externen DAAD-Sprachkurs.
(2) Swahili-Lektüre
Die frühesten schriftlichen Dokumente auf Swahili stammen aus dem 12. Jahrhundert. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde Swahili in arabischer, seitdem in lateinischer Schrift geschrieben. Der Lektürekurs eröffnet einen Einblick in die – vergleichsweise umfangreiche – schöngeistige Swahili-Literatur und gewährleistet gleichzeitig die Verfestigung der in den Sprachkursen erlangten Kompetenzen.
(3) Swahili-Konversation
In dem Konversationskurs werden unterschiedliche Themen auf Swahili behandelt und diskutiert. Vorrangiges Ziel ist hierbei, die Sprechfertigkeit der Studierenden bezogen auf Themen des Alltags auszubauen sowie ihre Ausdrucksfähigkeit zu schulen. Als Grundlage hierzu dienen didaktisierte Kurztexte aus dem Gegenstandsbereich der Landeskunde.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: 1 Klausurarbeit, 1 Referat.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden mit Klausurarbeit und Referat abgeschlossenen Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: erfolgreicher Abschluss von BM 3c.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03a,04a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Swahili III
Aktive Teilnahme, Klausur
7
04a,05a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Swahili - Lektüre
Aktive Teilnahme
5
04a,05a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Swahili - Konversation
Aktive Teilnahme, Referat
7

BM 4d HA - Hausa [1371]

Inhalte und Qualifikationsziele: Das Modul vermittelt denjenigen Kenntnisstand, der für eine erfolgreiche Bewerbung für einen Intensivkurs des DAAD in Nigeria oder Niger erforderlich ist. Im Strukturkurs werden die praktischen und strukturellen Kenntnisse des Hausa mit synchronen Analysen und diachronen Untersuchungen zu genetisch verwandten Sprachen, insbesondere dem Tschadischen, aber auch anderen Familien des Afroasiatischen in Beziehung gesetzt.
(1) Hausa III
Aufbauend auf dem zweiten Kurs sollen die sprachlichen Fähigkeiten der Studierenden vertieft und ausgebaut werden. Dies erfolgt durch Handreichung der hierfür notwendigen grammatischen und lexikalischen sprachlichen Fähigkeiten, aber auch unter Einbindung landeskundlicher Aspekte des westafrikanischen Kulturraums mit Schwerpunkt auf der Hausa-Kultur.
(2) Hausa Lektüre
Die Verfestigung und Anwendung der Lehrinhalte der vorhergehenden Sprachkurse ist Ziel dieser Lektüreeinheit. Im Mittelpunkt des Lektüre- und Literaturkurses steht die Annäherung an authentische Texte und Materialien der Hausa. Derart werden das Gelernte intensiviert, die Lerninhalte einer praktischen Anwendung zugeführt, die Ausdrucksfähigkeit der Studierenden erweitert und zusätzliche landeskundliche Erfahrungen vermittelt.
(3) Strukturkurs Hausa und Afroasiatisch
Der Strukturkurs gibt einerseits Einblicke in komplexe sprachliche Strukturen des Hausa, andererseits werden in diesem Kurs den Studierenden Begründungszusammenhänge für die Klassifikation des Hausa als Teil des Afroasiatischen angeboten. Der Kurs behandelt somit die wichtigsten strukturellen Besonderheiten des Hausa und stellt sie in einen Kontext zum Afroasiatischen. Afroasiatisch, in der älteren Literatur mit dem Sammelbegriff Hamito-Semitisch bezeichnet, ist eine der vier Sprachfamilien, welche von Joseph Greenberg in seiner Gliederung der Sprachen Afrikas aufgestellt worden ist. In dem Kurs wird vom Hausa ausgehend der historische Hintergrund dieser Gliederung unter Berücksichtigung der jeweiligen Argumente dargestellt. Es soll die Frage gestellt werden, welche Merkmale, die z.T. zuvor am Beispiel des Hausa erläutert wurden, als prototypisch für Afroasiatisch gelten und in wieweit weniger gut (bspw. Sprachen der omotischen Familie) und sehr gut erforschte Sprachen wie Ägyptisch oder Hausa charakteristisch für die gesamte Sprachfamilie sind.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: 1 Klausurarbeit, 1 Referat.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden mit Klausurarbeit und Referat abgeschlossenen Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: erfolgreicher Abschluss von BM 3d.


Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03a,05a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Hausa III
Aktive Teilnahme, Klausur
7
04a,06a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Hausa - Lektüre
Aktive Teilnahme
5
04a,06a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Strukturkurs: Hausa und Afroasiatisch
Aktive Teilnahme, Referat
7

BM 4e EW - Ewe [1372]

Inhalte und Qualifikationsziele: Das Modul führt zunächst weiter in die Anlo-Variante des Ewe ein und vermittelt aktive Sprachkenntnisse sowie einen ersten Überblick über die schriftlichen Texte. Im dritten Kurs werden die praktischen Kenntnisse des Ewe im Strukturkurs mit Analysen u.a. zur Grammatikalisierungstheorie und zur Rekonstruktion von Niger-Kongo-Sprachen in Beziehung gesetzt. Dabei wird auch die besondere Bedeutung des Ewe für die Wissenschaftsgeschichte der Afrikanistik verdeutlicht.
(1) Ewe III
Aufbauend auf dem Ewe Kurs II dient der Sprachkurs Ewe III dem Ausbau und der Vertiefung der sprachlichen Fähigkeiten der Studierenden. Dies erfolgt einerseits durch Handreichung des hierfür notwendigen grammatischen und lexikalischen Wissens und andererseits durch die Einbindung landeskundlicher Aspekte der Ewe-Kultur.
(2) Ewe Lektüre und Konversation
Dieser Kursus dient zwei Zielen. Zum einen soll die mündliche Sprachbeherrschung der Studierenden entwickelt werden, zum anderen wird parallel die praxisbezogene Anwendung des zuvor Gelernten in Form von Lektüreübungen verfestigt. Durch die Vielfalt der Übungsformen (Lesen, Vortrag, Dialog oder Diskussion) wird nicht nur die Sprechfertigkeit erweitert, sondern zudem die Empathie der Studierenden hinsichtlich der Kultur der Ewe gefördert.
(3) Strukturkurs: Ewe, Kwa und Niger-Kongo
Die Veranstaltung greift besondere typologische Merkmale des Ewe auf und korreliert sie mit Strukturen in anderen Kwa-Sprachen. Dabei wird die verwandtschaftliche Affiliation des Ewe genauso thematisiert wie die Zusammensetzung des Kwa generell. Die übrigen Gruppen des Niger-Kongo werden in ihrer Phonologie und Morphophonologie sowie im Bereich der Nominalmorphologie und der Verbalextension mit dem Ewe und Kwa verglichen. Dabei werden verschiedene Hypothesen zur Sprachgeschichte Westafrikas diskutiert und evaluiert. Nach Abschluss der Veranstaltung sind Studierende in der Lage, ihre Kenntnisse aus der aktiven und passiven Beherrschung des Ewe auf historische Abläufe zu beziehen und so vermeintliche „Unregelmäßigkeiten“ in der Grammatik zu erklären. Außerdem können sie die verwandtschaftliche Einordnung des Ewe beurteilen.
Lehr- und Lernformen: Sprachkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: 1 Klausurarbeit, 1 Referat.
Berechnung der Modulnote: Die in den beiden mit Klausurarbeit und Referat abgeschlossenen Sprachkursen erreichten Noten bilden zu je gleichen Teilen die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Modulbezogene Voraussetzungen: erfolgreicher Abschluss von BM 3e.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03a,05a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Ewe III
Aktive Teilnahme, Klausur
7
04a,06a
Sprachkurse
2.00
Pflicht
Ewe - Lektüre und Konversation
Aktive Teilnahme
5
04a,06a
Sprachkurse
2.00
Wahlpflicht
Strukturkurs: Ewe, Kwa und Niger - Kongo
Aktive Teilnahme, Referat
7

AM 1 GuK - Geschichte und Kulturen [1373]

Inhalt: Das Modul liefert kulturelles Wissen über Afrika und Ägypten, das die Methoden der Rekonstruktion und Erforschung von Sozial- und Kulturgeschichte, Archivierung und kulturelles Gedächtnis ins Zentrum stellt. Auf einer Exkursion werden die Verknüpfungen zwischen Ägypten und den Sudankulturen erkundet und in ihrer Präsentation in Ausstellungen, Museen usw. mit dem eigenen Wissen und in den Kursen aufgebrachten Fragen konfrontiert.
(1) Kultur und Gesellschaft des alten Ägypten
Als Vorlesung oder Übung angeboten, behandelt dieser Kurs einige der wichtigsten kultur­geschichtlichen Themen, die in den Basismodulen teilweise schon angesprochen wurden, in größerer Tiefe. Zwei Aspekte werden besonders berücksichtigt: zum einen die ägyptische Anthropologie, die nach dem Bild des Menschen und seiner religiös-sozialen Verortung in der Gemeinschaft fragt, nach dem Verhältnis zu Kosmos und Umwelt und zur sichtbaren und unsichtbaren Welt. Zum anderen geht es um eine differenzierte und kritische Betrachtung der Schriftlichkeitskultur, dem Verhältnis von Text und materieller Hinterlassenschaft und deren medialer Funktion sowohl in der damaligen Lebenswelt als auch in den wissenschaftlichen Rekonstruktionen unserer Zeit. Modernen kultur­wissenschaftlichen Konzepten – etwa Gender, Kollektives Gedächtnis / Erinnerungskulturen, Xenologie – haben für die Beschäftigung mit diesen Aspekten eine besondere Bedeutung.
(2) Ägyptische Museen und Sammlungen
Die Übung hat den Anspruch, grundlegend mit verschiedenen Objektgattungen bekannt zu machen; sie setzt damit die einführende Übung aus Modul 2 fort. Allerdings geht dies nur Hand in Hand mit einer Reflektion von Ideen und Anstößen, die Sammlungen überhaupt ermöglichten und ermöglichen, und einer Auseinandersetzung mit den Personen, die dafür verantwortlich zeichneten. Darüber hinaus sind Aspekte der Bewahrung und Präsentation der Objekte zu behandeln und die daraus resultierende Konzeptualisierung der Kultur – etwa Ägypten und seine reine Jenseitsbezogenheit – kritisch zu beleuchten. Bestandteil der Übung ist eine Exkursion.
(3) Tradition und Moderne in Afrika
In dieser Veranstaltung soll das Spannungsfeld zwischen den Polen „Tradition“ und „Moderne“ diskutiert werden. Während Europa für sich in Anspruch nahm, modern zu sein, wurde Afrika als das Gegenbild definiert, als der Inbegriff des Nicht- oder Vormodernen und damit als der Tradition verhaftet. Dabei wurde unterschlagen, dass Afrika spätestens seit dem transatlantischen Sklavenhandel Teil einer globalen Moderne ist und seit dieser Zeit dabei ist, seine eigene Moderne zu erfinden. Neben einem theoriegeschichtlichen Abriss sollen zum einen vor dem Hintergrund von Globalisierungsprozessen unterschiedliche Aspekte einer Moderne in Afrika behandelt werden; zum anderen interessieren Re-Traditionalisierungsprozesse, der bewusste Rückgriff auf afrikanische Traditionen im Kontext einer Kritik an einer westlichen Moderne.
Qualifikationsziele: Im Modul werden Kenntnisse vertieft, die sich über gesellschaftliche und kulturelle Organisation und Zusammenhänge einerseits in aktueller, andererseits in historischer Perspektive, in den Veranstaltungen 1 und 2 zentriert auf die über mehrere Jahrtausende sich wandelnde altägyptische Kultur erstrecken. Das Ziel besteht darin, die während des Studiums bereits erworbenen Fähigkeiten in die aktuelle Gesamtlandschaft des Faches einordnen zu können und die kritische Auseinandersetzung mit etablierten Forschungsschwerpunkten und -erträgen zu ermöglichen. Dabei vermittelt das Modul Grundkenntnisse der ethnologischen und historischen Methoden und Theorien sowie die kritische Reflektion der (kolonialen) Tradition der Afrikanistik sowie der Ägyptologie. An Schlüsselqualifikationen vermittelt das Modul Präsentationstechniken, z.B. bei der Konzeption von Vorträgen, Referaten, Führung im Museum/in Ausstellungen und in der Diskussion eigener Standpunkte.
Lehr- und Lernformen: Vorlesung, Übung, Exkursion; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat oder Hausarbeit, ggf. Bachelorprüfung.
Berechnung der Modulnote: Die in der mit Hausarbeit oder Referat abgeschlossenen Lehrveranstaltung erreichte Note bildet die Modulnote.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss des Basismoduls 1 sowie des Basismoduls 3 in der gewählten afrikanischen Sprache.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik und des Seminars für Ägyptologie.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
04a,06a
Vorlesung oder
Übungen
2.00
Pflicht
Kultur und Gesellschaft des alten Ägypten
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
05a
Übung (mit Exkursion)
4.00
Pflicht
Ägyptische Museen und Sammlungen
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
3 / 5
04a,06a
Übungen
2.00
Pflicht
Tradition und Moderne in Afrika
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4

AM 2a ÄPS - Ägyptische Philologie und Sprachwissenschaft [1374]

Inhalte und Qualifikationsziele: Diese Modulvariante bietet eine Verknüpfung von sprach­wissenschaftlichem und textwissenschaftlichem Zugang auf der Basis der klassisch-ägyptischen Sprache. Behandelt werden u. a. diverse Textsorten und ihr formaler Aufbau, aber ebenso die Komplexität ihrer Kontexte – etwa ihre Bezüge zu anderen Medien wie Bildern oder ihre Position und Funktion innerhalb architektonischer Einheiten. Damit werden nicht nur sprachwissenschaftliche und philologische Fähigkeiten ausgebildet, vielmehr schult die inhaltliche Analyse der schriftlichen Quellen einer fremden Kultur in ihrer Multiperspektivität die Fähigkeiten zum Erfassen komplexer Sachverhalte und ihrer adäquaten Interpretation.
(1) Einführung in die Ptolemaistik
Die Veranstaltung vermittelt Kenntnisse in der Sprache der Denkmäler des ersten Jahrtausends v. Chr., die als Spät- oder Neomittelägyptisch bezeichnet wird. Ihre Basis ist zwar das Klassisch-Ägyptische, allerdings mit der Besonderheit einer Reduzierung der grammatischen Formenvielfalt, die je nach Textart aber durch Eigenheiten anderer Sprachstufen ergänzt wird. Die Variante Ptolemäisch zeichnet sich dadurch aus, dass neben die spätmittelägyptische Grammatik eine um viele Zeichen und besondere Schriftspielereien erweiterte Hieroglyphenschrift tritt; es handelt sich beim Ptolemäischen in erster Linie um die Schrift und Sprache der Inschriften in den Tempeln des griechisch-römischen Oberägypten. Ziel der Einführung ist nicht nur das Erlernen der Grundlagen dieser Schrift und Sprache, sondern auch das Studium der diversen Textsorten, ihrer Kontexte in den Monumenten und ihrer Bezüge zu den Darstellungen und den Dekorationsprogrammen.
(2) Quellen zur ägyptischen Kultur und Geschichte
Die Übung bietet eine Vertiefung der Sprachkenntnisse und vermittelt Fertigkeiten in formaler und inhaltlicher Textanalyse. In ihrer kontextbezogenen Interpretation werden Texte als Quellen der Historiographie und als kulturelle Phänomene untersucht.
Die weiterführenden ägyptologischen Studien sind mit einer Übung aus dem sprachwissenschaftlichen Aufbaumodul 2b zu verbinden.
Lehr- und Lernformen: Übung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat oder Hausarbeit, ggf. Bachelorprüfung.
Berechnung der Modulnote: Die in der mit Referat oder Hausarbeit abgeschlossenen Übung erreichte Note bildet die Modulnote.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Seminars für Ägyptologie.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss der Basismodule 1, 3a und 4a.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05a
Übungen
2.00
Pflicht
Einführung in die Ptolemaistik
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
06a
Übungen
2.00
Pflicht
Quellen zur ägyptischen Kultur und Geschichte
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
05a,06a
Übungen
2.00
Wahlpflicht
Übung aus Aufbaumodul 2b nach Wahl
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4

AM 2b SW - Sprachwissenschaft [1375]

Inhalte und Qualifikationsziele: Diese Modulvariante bietet ein ausgewogenes Lehrprogramm zu drei der wichtigsten linguistischen Arbeitsbereiche der Afrikanistik. Sowohl Studierende mit dem Schwerpunkt Afrikanistik als auch ägyptologisch Interessierte vertiefen sich in Fragen der Sprachtypologie, die auch die Behandlung von Sprachkontakt beinhalten. Das Modul behandelt ebenfalls Methoden der Rekonstruktion sprachlicher Veränderung sowie den Einsatz Neuer Medien, der zum einen die Analyse sprachlichen Materials betrifft, zum anderen auf angewandte Arbeitstechniken zielt.
Ziel des Moduls ist es, Studierende zu selbstständiger Reflexion und zu eigenen Analysen aktueller Probleme und Arbeitsgebiete der Linguistik zu befähigen.
(1) Sprachtypologie
Wichtigster Gegenstand des Kurses ist die Vielfalt sprachlicher Ausdrucksmöglichkeiten im Bereich der Phonologie, Morphologie, Syntax und Pragmatik. Dabei spielen areale Phänomene in afrikanischen Sprachen eine besondere Rolle, da die Verbreitung von Sprachmerkmalen in Afrika in nicht geringem Maße geographisch geprägt ist. Die areale Erfassung von typologischen Merkmalen stellt daher ein weiteres Anliegen dar.
(2) Sprachwandel
Vorrangiges Ziel des Kurses ist es, Basiswissen über die Komparative Methode anhand von Beispielen aus afrikanischen Sprachfamilien zu vermitteln. Im Kurs sollen die Studierenden sowohl mit den klassischen sprachvergleichenden Ansätzen der Junggrammatiker als auch mit neueren Herangehensweisen vertraut gemacht werden. Neben dem Vergleich phonologischer Systeme soll auch der historisch-komparative Vergleich morphologischer, syntaktischer und semantischer Systeme eine Rolle spielen. Zudem werden die Interne Rekonstruktion und die Dialektologie thematisiert. Dem Phänomen des Sprachkontakts – insbesondere lexikalische und strukturelle Entlehnung, Sprachwechsel sowie auch Pidginisierung und Kreolisierung – kann in diesem Kurs ebenfalls eine wichtige Rolle zugewiesen werden. Die soziologischen Bedingungen dieser Kontaktphänomene sollen ebenfalls diskutiert werden.
Der Kurs kann bei Bedarf durch die Veranstaltung „Grammatikalisierung, Rekonstruktion, Etymologie, Pidgin- und Kreolsprachen“ des Studiengangs „Linguistik und Phonetik“ ersetzt werden; Leistungserbringung und Kreditierung entsprechen den oben vorgegebenen Kriterien.
(3) Einsatz Neuer Medien
Diese Veranstaltung gibt eine Einführung in verschiedene Möglichkeiten des Einsatzes elektronischer Medien in der Afrikanistik. Zum einen sollen die Studierenden lernen, im Internet Inhalte zu finden, sie in ihrer Bedeutung und Qualität zu gewichten, sie korrekt zu zitieren und sie zu sichern. Damit gewinnen sie eine Fähigkeit, die in der Zukunft für jegliches wissenschaftliche Arbeiten unerlässlich ist. Das Internet erlaubt jedoch auch kooperatives Arbeiten in einem Maße, wie es mit konventionellen Mitteln nicht gut durchführbar ist und auch kaum finanzierbar wäre. In Online-Projekten sollen kleine Aufgaben gemeinsam mit Kommilitonen an Universitäten im Ausland (z.B. Neapel, Nairobi) gelöst werden. Dadurch erwerben die Studierenden die Fähigkeit, online in Teams zu arbeiten und damit eine Schlüsselqualifikation, die in ihrer späteren – wie immer gearteten – beruflichen Praxis von Nutzen sein wird. Zudem soll ein Überblick über die Möglichkeiten der Computerlinguistik und ihre Einsatzgebiete in der Afrikanistik gegeben werden. Die Computerlinguistik bietet faszinierende Möglichkeiten der Sprachanalyse, deren Ergebnisse unter anderem für automatische Übersetzungen eingesetzt werden. Für die Sprachen Afrikas besteht hier noch ein großer Bedarf, der ohne Fachleute mit guten Kenntnissen afrikanischer Sprachen nicht gedeckt werden kann.
Lehr- und Lernformen: Übung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat oder Hausarbeit, ggf. Bachelorprüfung.
Berechnung der Modulnote: Die in der mit Referat oder Hausarbeit abgeschlossenen Übung erreichte Note bildet die Modulnote.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss des Basismoduls1 und des Basismoduls 3 in der gewählten afrikanischen Sprache.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05a
Übungen
2.00
Wahlpflicht
Sprachtypologie
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
06a
Übungen
2.00
Wahlpflicht
Sprachwandel
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
04a,06a
Übungen
2.00
Wahlpflicht
Einsatz neuer Medien
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4

AM 2c PSS - Philologie und Sprachpraxis Swahili [1376]

Inhalte und Qualifikationsziele: Dieses Modul zielt aufbauend auf die Sprachkurse Swahili I-III zunächst darauf ab, Struktur und Grammatik des Swahili zu reflektieren und von einer stärker linguistisch geprägten Warte aus zu betrachten. Die wissenschaftlichen Übungen zur Swahili-Chrestomathie behandeln ausgehend von der Literatur des 20. Jahrhunderts im ersten Kurs zudem Swahili-Literatur aus früheren Epochen.
(1) Swahili IV
Die Einteilung der Nomina in 15 Klassen, die Morphologie der Verbalextensionen, das TAM-System und die syntaktischen Strukturen werden abschließend behandelt.
(2) Swahili-Chrestomathie I
Als Einführung in die unterschiedlichen Genres der Swahili-Dichtung bietet dieser Lektürekurs eine erste Annäherung an die reichhaltige Swahili-Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Studierenden setzen sich zum Einstieg mit den wichtigen Autoren der Gegenwart auseinander und erhalten Einblicke in den modernen Literaturkanon der Swahili.
(3) Swahili-Chrestomathie II
Aufbauend auf dem Einführungskurs dient diese Übung vornehmlich der gemeinsamen Lektüre der älteren Swahili-Dichtung. Dies erfordert unmittelbar auch eine Auseinandersetzung mit und eine Einführung in die arabische Schrift, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die Swahili-Dichtung prägte. Derart eröffnet dieser Kurs den Studierenden eine zusätzliche historische Dimension, in der sie sich zusätzlich mit kulturellen Aspekten aus der Geschichte der Swahili auseinandersetzen und Texte quellenkritisch zu betrachten lernen.
Lehr- und Lernformen: Übung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat oder Hausarbeit, ggf. Bachelorprüfung.
Berechnung der Modulnote: Die in der mit Referat oder Hausarbeit abgeschlossenen Übung erreichte Note bildet die Modulnote.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss der Basismodule 1, 3c und 4c.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05a,06a
Übungen
2.00
Pflicht
Swahili IV
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
05a
Übungen
2.00
Pflicht
Swahili - Chrestomathie I
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 /4
06a
Übungen
2.00
Pflicht
Swahili - Chrestomathie II
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4

AM 2d PSB - Philologie und Sprachpraxis Bambara [1377]

Inhalte und Qualifikationsziele: Die drei in diesem Modul angebotenen wissenschaftlichen Übungen vermitteln neben klassifikatorischem Wissen und grammatischen Charakteristika des Mande den Studierenden darüber hinaus eine praxisorientierte Intensivierung ihrer Lese- und Schreibfertigkeiten.

(1) Bambara und die Mandingsprachen
Um an diesem Kurs teilnehmen zu können, müssen die Studierenden Bambara III abgeschlossen haben und über eine hohe Sprachkompetenz verfügen. In diesem Kurs wird ein Vergleich zwischen den Mandingsprachen Bambara, Malinke, Mandinka und Dyula durchgeführt. Dazu wird die Geschichte der Mande-Reiche und der Manding-sprachigen Völker aus sprachwissenschaftlicher und ethnohistorischer Sicht aufgearbeitet.
(2) Strukturkurs
Charakteristisch für das Bambara (wie für jede Mandesprache) ist eine Tendenz zu einsilbigen bedeutungstragenden Einheiten, die Kennzeichnung vieler grammatischer Bezüge mittels eigenständiger Wörter sowie die Existenz bedeutungsunterscheidender Tonhöhen. Bambara gehört damit zu den „isolierenden“ Sprachen im Sinne der klassischen Sprachtypologie. Dieser Strukturkurs bietet den Zugang zu vielfältigen phonologischen, morphologischen und grammatischen Phänomene des Mandesprachbereichs am Beispiel des Mandinka, Susu und Bambara.
(3) Bambara-Lektüre- und Schreibkurs
Diese Übung eröffnet den Studierenden die Möglichkeit sich kreativ mit der Lektüre von Bambara-Literatur auseinander zu setzen. Die Beschäftigung mit Literatur gewährleistet die gleichzeitige Auseinandersetzung mit landeskundlichen und historischen, aber auch literaturdidaktischen Zugängen. Gerade letztgenannte werden durch die Überführung in eine aktive Schreibfertigkeit den Studierenden wider gespiegelt.
Lehr- und Lernformen: Übung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat oder Hausarbeit, ggf. Bachelorprüfung.
Berechnung der Modulnote: Die in der mit Referat oder Hausarbeit abgeschlossenen Übung erreichte Note bildet die Modulnote.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
04a,06a
Übungen
2.00
Pflicht
Bambara und die Mandingsprachen
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
03a,05a
Übungen
2.00
Pflicht
Strukturkurs Bambara
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
05a
Übungen
2.00
Pflicht
Bambara - Lektüre- und Schreibkurs
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

In einer der drei Lehrveranstaltungen des Moduls wird ein Referat gehalten oder eine Hausarbeit geschrieben; in den beiden übrigen Lehrveranstaltungen genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4

AM 3 - Neue Theorien und Methoden [1496]

Inhalt: Das Modul bietet Veranstaltungen, in denen Wissen über Afrika mit neuen Theorien und Methoden erschlossen und überprüft wird. Dabei stehen die Medien und die Konstruktion von Geschlecht im Vordergrund. Im Forschungskolloquium werden neue Arbeiten aus der Ägyptologie und Afrikanistik vorgestellt und diskutiert. Diese Veranstaltung ist nach Angebot ggf. durch eine Summer School, ein gleichwertiges Lehrangebot von Gastwissenschaftlern oder ein Kompaktseminar ersetzbar.
(1) Medien in Afrika: Schrift, Sprache, Körper, Apparat
In dieser Veranstaltung wird ein sehr offener Medienbegriff vorausgesetzt, der nicht nur technische Medien (Schrift, Buch, Radio, TV, Film etc.), sondern vor allem auch den menschlichen Körper und deshalb auch Sprache, Tanz, Ritual und z B. Geistmedien mit einbezieht, um den Umgang mit Medien in Afrika einschließlich Ägyptens historisch und aktuell adäquat zu erfassen. Vor diesem Hintergrund dient die Veranstaltung einer kulturanthropologischen Klärung und Erweiterung des westlichen Medienbegriffs. Die Veranstaltung soll zur Herausbildung einer zusätzliche Medienkompetenz befähigen und neue Perspektiven in der Betrachtung interdisziplinärer Problemstellungen eröffnen.
(2) Zur Konstruktion von Geschlecht („gender“) und Geschlechterverhältnissen in Afrika
Die ethnologische Geschlechterforschung in Afrika hat gezeigt, dass sich das vorkoloniale Afrika durch eine erstaunliche Vielfalt und eine beachtliche Flexibilität von Geschlechtskonstruktionen und Geschlechterverhältnissen auszeichnete, die zum Teil auch heute noch erhalten sind. Während in Europa die sexuelle Identität einer Person als „natürlich“ festgeschrieben ist, sind Männlichkeit und Weiblichkeit in zahlreichen afrikanischen Kulturen nicht so eindeutig festgelegt, sondern können sich je nach sozialem Kontext verändern. Auch wenn sie den Dualismus der Geschlechter nicht auflösen, erlauben einige der afrikanischen Geschlechterkonstruktionen doch, das „Zwischen“ den Geschlechtern in neuer Weise zu denken. Die Veranstaltung versteht sich als ein wichtiger theoretischer Beitrag zur Gender-Diskussion.
(3) Forschungskolloquium der Afrikanistik und Ägyptologie
Im gemeinsamen Kolloquium stellen MagistrandInnen und DoktorandInnen ihre laufenden Arbeiten vor und präsentieren Gästen ihre aktuellen Forschungsthemen.

Lehr- und Lernformen: Übung, Kolloquium; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat oder Hausarbeit, ggf. Bachelorprüfung.
Berechnung der Modulnote: Die in der mit Referat oder Hausarbeit abgeschlossenen Übung erreichte Note bildet die Modulnote.
Modulbeauftragte/r: Lehrende/r des Instituts für Afrikanistik und des Seminars für Ägyptologie.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul im Bachelorstudium Sprachen und Kulturen Afrikas.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss des Basismoduls 1 und des Basismoduls 3 in der gewählten afrikanischen Sprache.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03a,05a
Übungen
2.00
Pflicht
Medien in Afrika
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

Eine Übung muss mit Referat oder Hausarbeit abgeschlossen werden; in der anderen Übung genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
04a,06a
Übungen
2.00
Pflicht
Zur Konstruktion von Geschlecht ("gender")  und Geschlechterverhältnissen in Afrika
Aktive Teilnahme oder Aktive Teilnahme + Referat o. Hausarbeit.

Eine Übung muss mit Referat oder Hausarbeit abgeschlossen werden; in der anderen Übung genügt die aktive Teilnahme.
2 / 4
05a,06a
Kolloquium
2.00
Pflicht
Forschungskolloquium
Teilnahme
1
erstellt von uk-online am 27.02.17, 23:39