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Philosophische Fakultät - Institut für Linguistik
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Studiengang: Linguistik und Phonetik [E42] - Bachelor - 2 Fächer [61]


Module


BM 1 EAS - Einführung in die allgemeine Sprachwissenschaft [1304]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Das Modul dient der allgemeinen methodischen Einführung in das Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft.
Einführung in die Allgemeine Sprachwissenschaft: Die Veranstaltung führt in den allgemeinen Phänomenbereich Sprache ein und vermittelt die zentralen Fragestellungen. Die interdisziplinären Bezüge werden am Beispiel von Spracherwerb und Sprachstörung (Psycholinguistik) und Sprache und Gesellschaft (Soziolinguistik) deutlich gemacht. Der Unterschied zwischen Sprache und Schrift und die Bedeutung von nonverbaler Kommuni¬kation wird eingeführt, ebenso die sprachlichen Einheiten Text, Satz, Phrase, Wort, Morphem und Laut.
Linguistische Analyse: Analysemethoden auf den verschiedenen Analyseebenen: Morpho¬logie, Morphosyntax, Syntax und Semantik. Im Vordergrund stehen dabei typologische Unterschiede. Anhand von Beispielen aus nicht-indogermanischen Sprachen werden die Studierenden zur sprachlichen Analyse befähigt. In Gruppenarbeit werden spezielle Frage¬stellungen anhand der Grammatik einer Einzelsprache bearbeitet.
Qualifikationsziele: Die Studierenden lernen die theoretischen und methodischen Grund¬lagen der Allgemeinen Sprachwissenschaft. Sie werden befähigt, auf der Grundlage von Grammatiken sprachliche Strukturen zu beschreiben.
Lehr- und Lernformen: Einführungsseminar; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: kleinere Hausarbeit in Gruppen, 2 Klausurarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote berechnet sich zu je gleichen Teilen aus den in den beiden Einführungsseminaren erreichten Noten. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbeauftragte(r): Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01w
Einführungsseminar
4.00
Pflicht
Einführung in die Allgemeine Sprachwissenschaft
Klausur
5
02s
Einführungsseminar
4.00
Pflicht
Linguistische Analyse
Klausur, Hausarbeit in Gruppen
6

BM 2 EPP - Einführung in die Phonetik und Phonologie [1305]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Das Modul dient der Einführung in Theorie und Praxis der Phonetik und Phonologie. In den Einführungsseminaren Einführung in die Phonetik und Phonologie I und II werden grundlegende Aspekte der auditiven Phonetik vermittelt sowie die wichtigsten instrumen¬tellen Methoden zur akustischen und artikulatorischen Analyse eingeführt. Auch werden der Aufbau phonologischer Systeme sowie die Prinzipien phonologischer Prozesse, Regeln und Constraints behandelt.
Der begleitende Grundkurs Transkription trainiert die Produktion, Perzeption und Tran¬skription der Laute des Internationalen Phonetischen Alphabets (IPA) mit Hilfe phonetischer Software, wodurch physiologische und physikalische Abläufe miteinander in Beziehung gesetzt werden. Im begleitenden Grundkurs Prosodische Analyse liegen die Schwerpunkte auf den nicht-linearen Strukturen prosodischer Konstituenten (z.B. Silben, Füße, prosodische Wörter) sowie der Annotation und Analyse der Intonation (inklusive Akzentuierung, Phra¬sierung und rhythmischer Struktur) von Äußerungen, insbesondere im Rahmen der Autosegmental-Metrischen Phonologie.
Qualifikationsziele: Die Studierenden erlernen das elementare Beschreibungs- und Analyse¬inventar für phonetisch-phonologische Fragestellungen. Dies umfasst die Klassifikations- und Annotationstechniken der verschiedenen phonetischen und phonologischen (linearen und nicht-linearen) Repräsentationsebenen.
Lehr- und Lernformen: Einführungsseminar, Grundkurs; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: 2 Klausurarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote berechnet sich zu je gleichen Teilen aus den in den beiden Grundkursen erreichten Noten. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbeauftragte(r): Professur für Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01w
Einführungsseminar
2.00
Pflicht
Einführung in die Phonetik und Phonologie I
Aktive Teilnahme
2
01a,02a
Grundkurs
2.00
Pflicht
Transkription
Klausur
4
02s
Einführungsseminar
2.00
Pflicht
Einführung in die Phonetik und Phonologie II
Aktive Teilnahme
2
02s
Grundkurs
2.00
Pflicht
Prosodische Analyse
Klausur
3

BM 3 MGLP - Methodische Grundlagen der Linguistik und Phonetik [1306]

Modulbeschreibung:

Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Dieses Modul dient der Vertiefung der Basismodule 1 und 2. Gegenstand der Übung im 1. Semester sind grundlegende Techniken sprachwissenschaftlichen Arbeitens. Die Übung gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden Methoden und Hilfsmittel zu den Themen Datenerhebung, Aufnahme, Digitalisierung und Transkription vorgestellt und angewendet. Im zweiten Teil werden Prinzipien des Aufbaus und Inhalts sprachwissenschaftlicher Manuskripte vorgestellt sowie die Literaturrecherche und der Umgang mit wissenschaftlicher Literatur erarbeitet. Der dritte Teil ist Mechanismen der Sprachlautproduktion gewidmet.
Die Übungen im 2. Semester sind begleitend zu den Basismodulen 1 und 2 konzipiert. Durch praktische Übungen werden die dort vermittelten Kenntnisse vertieft und die systematische Arbeit mit Sprachdaten erarbeitet.
Qualifikationsziele: Die Studierenden werden befähigt, Bibliographien zu vorgegebenen Themen zu erstellen; Zitierweisen und die Erstellung eines Thesenpapiers werden erlernt. Das systematische Erfassen von Informationen aus Lexika und Handbüchern wird vermittelt und der systematische Umgang mit wissenschaftlicher Literatur wird erlernt.
Lehr- und Lernformen: Übung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: 2 kleinere Hausarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote berechnet sich zu je gleichen Teilen aus den in den beiden mit Hausarbeit abgeschlossenen Grundkursen erreichten Noten. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Modulbeauftragte(r): Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
01w
Übung
2.00
Pflicht
Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten
Aktive Teilnahme
2
02s
Übung
2.00
Pflicht
Linguistische Analyse
Aktive Teilnahme, Hausarbeit
3
02s
Übung
2.00
Pflicht
Phonetik/Phonologie
Aktive Teilnahme, Hausarbeit
3

BM 4 EHVS - Einführung in die Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft [1307]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Das Modul beinhaltet eine Einführung in die Historisch-Vergleichende Sprach¬wissenschaft (über 2 Semester à 2 SWS). Einer terminologischen Fachbestimmung, vor allem der Begriffe Sprachverwandtschaft und Sprachwandel, folgt ein Überblick über die wichtigsten Sprachfamilien, eine Einführung in die methodischen Grundlagen der Rekonstruktion sowie eine Übersicht über die wichtigsten Prinzipien sprachlichen Wandels, welche exemplarisch anhand verschiedener, vor allem indogermanischer Sprachen dargestellt werden.
Qualifikationsziele: Die Studierenden lernen einen weiteren Teilbereich der Linguistik kennen und üben sich im Umgang mit der entsprechenden Fachliteratur und den Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens.
Lehr- und Lernformen: Einführungsseminar; regelmäßige Teilnahme.
Prüfungsleistungen: 2 Klausurarbeiten.
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote berechnet sich zu je gleichen Teilen aus den in den beiden Einführungsseminaren erreichten Noten. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Modulbeauftragte(r): Professur für Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul in den Bachelorstudien Linguistik und Phonetik und Antike Sprachen und Kulturen, Studienrichtung Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03w
Einführungsseminar
2.00
Pflicht
Einführung in die Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft I
Teilnahme, Klausur
3
04s
Einführungsseminar
2.00
Pflicht
Einführung in die Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft II
Teilnahme, Klausur
3

BM 5 ET - Einführung in die Typologie [1308]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Die Studierenden bekommen einen Überblick über die wichtigsten Fragestellungen und Bereiche der Typologie. Dabei wird auch auf die Entwicklung typologischer Ansätze und Begriffe eingegangen. Zunächst werden die klassischen Ansätze wie die morphologische Typologie und deren Korrelate dargestellt, daran anschließend die Wortstellungstypologie Greenbergs und deren Erweiterungen und Querverbindungen. Zentral ist die Vermittlung von Ansätzen, die auf funktionale Domänen rekurrieren. Des Weiteren sind in diesem Rahmen Kernbegriffe, die an europäischen Sprachen entwickelt und orientiert sind, zu hinterfragen, so zum Beispiel der Subjektbegriff oder der Bereich der Transitivität.
Qualifikationsziele: Die Studierenden werden für allgemeine typologische Fragestellungen sensibilisiert und sollen bei einer Konfrontation mit außereuropäischen Sprachen im Stande sein, deren morphosyntaktische Struktur zu erkennen und zu beschreiben. Zugleich werden sie befähigt, theoretische Ansätze in ihrer historischen Bedingtheit zu hinterfragen und kritisch einzuordnen.
Lehr- und Lernformen: Seminar; regelmäßige und aktive Teilnahme
Prüfungsleistungen: Klausurarbeit.
Berechnung der Modulnote: Die im Seminar erreichte Note bildet die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Modulbeauftragte(r): Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft.
Verwendbarkeit des Moduls: Pflichtmodul Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03w
Seminar
4.00
Pflicht
Einführung in die Typologie
Aktive Teilnahme, Klausur
6

BM 6 SG - Sprachgeschichte [1309]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Dieses Modul dient als begleitende Vertiefung zu Basismodul 4. Der Strukturkurs gibt eine Übersicht über die historische Grammatik einer altgermanischen Sprache (im Wechsel z.B. Gotisch, Althochdeutsch, Altenglisch, Altisländisch), begleitet von der Übersetzung einfacher Texte. Das zweite Seminar ist stärker theoretisch-methodisch ausge¬richtet und behandelt nach Maßgabe des Lehrangebots Themen wie Grammatikalisierung, Etymologie, Methodik der Rekonstruktion usw.
Qualifikationsziele: Die Studierenden vertiefen in BM 4 ihr Grundlagenwissen im Bereich der Historisch-Vergleichenden Sprachwissenschaft; dies geschieht aus didaktischen Gründen anhand einer den Sprachkenntnissen der Studierenden relativ nahe stehenden Sprache. Im theoretisch-methodischen Seminar steht dagegen der Erwerb systematischer Fachkenntnisse im Vordergrund. Beide Veranstaltungen schaffen fachliche Voraussetzungen für den Besuch der Aufbaumodule 3 und 4. Das Referat im zweiten Seminar bietet den Studierenden darüber hinaus die Möglichkeit, selbstständiges Arbeiten und mündliche Präsentation zu üben, indem sie ein abgegrenztes Thema anhand von Fachliteratur eigenständig erarbeiten und im Seminar vorstellen.
Lehr- und Lernformen: Seminar; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat, Klausurarbeit.
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote berechnet sich zu je gleichen Teilen aus den in den beiden Seminaren erreichten Noten. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Modulbeauftragte(r): Professur für Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik Der erfolgreiche Abschluss dieses Moduls ist Voraussetzung für den Besuch der Aufbaumodule 3 und 4.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03w
Seminar
2.00
Wahlpflicht
Strukturkurs: Altgermanische Sprache
Teilnahme, Klausur
3
03a,04a
Seminar
2.00
Wahlpflicht
Sprachgeschichte und Sprachwandel
Aktive Teilnahme, Referat
3

BM 7 KO - Kommunikation [1310]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Das Modul schließt an die Einführung in die Allgemeine Sprachwissenschaft in Basismodul 1 an und dient der Vertiefung der dort vermittelten Erkenntnisse. Im Vordergrund steht die Funktion der Sprache in der Gesellschaft. Stratale (soziolektale, dialektale und altersspezifische Unterschiede) und mediale Unterschiede (z.B. Sprache und Schrift, neue Medien, Werbesprache) sowie die Beziehung zwischen Sprache und Geschlecht werden thematisiert. Sprachwissenschaftliche und soziolinguistische Methoden und Erkenntnisse werden anwendungsbezogen zum Thema "Sprache in der Gesellschaft" vermittelt. Anhand von konkreten Untersuchungen werden die systematischen Grundlagen des empirischen Arbeitens dargelegt. Darüber hinaus sollen die Grundlagen der Statistik erlernt werden.
Qualifikationsziele: Die Studierenden werden befähigt, Kommunikationssituationen nach vorgegebenen methodischen Grundlagen zu analysieren und in freier Form in einem Referat darzustellen. Dies geschieht vornehmlich in Gruppenarbeit und übt so die grundlegenden Strategien der Texterarbeitung, -gliederung und Teamarbeit ein. Systematisches Erfassen von Daten, Strukturierung einer Fragestellung und Präsentationstechniken werden erlernt.
Lehr- und Lernformen: Seminar, Gruppenarbeit; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat und kleinere Hausarbeit.
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote berechnet sich zu je gleichen Teilen aus den in den beiden Seminaren erreichten Noten. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Modulbeauftragte(r): Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03w
Seminar
2.00
Wahlpflicht
Sprache und Gesellschaft
Aktive Teilnahme, Referat
3
04s
Seminar
2.00
Wahlpflicht
Empirische Methoden
Aktive Teilnahme, Hausarbeit
3

BM 8 AP - Akustische Phonetik [1311]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Das Modul dient der Vermittlung grundlegender Kenntnisse der akustischen Signalverarbeitung sowie deren direkter Anwendung mit dem Computer in Form von kleineren Analysen. Es werden eigene Sprachaufnahmen durchgeführt (analoge und digitale Verfahren) und diese am Computer aufbereitet (korpusorientiertes Schneiden und Ablegen von Sprachaufnahmen in kleineren Datenbanken). Neben der Darstellung verschiedener Wellen- und Spektralformen akustischer Signale mit jeweils aktueller Analysesoftware wird auch die Interpretation und Klassifikation von Sprechschall trainiert (z.B. anhand von Oszillogrammen, Spektren, Grundfrequenzverläufen, Sonagrammen). Dabei steht die Zu¬ordnung von Sprechschall zu funktional relevanten Lautklassen gesprochener Sprache im Vordergrund. Die theoretischen Grundlagen der Akustogenese (Hervorbringung von Sprechschall durch den menschlichen Sprechtrakt als komplexes Filtersystem) werden direkt mit kleineren Analyseübungen an jeweils konkreten Beispielen verbunden. Von allen Kursteilnehmern werden selbst problembezogen kleinere Messungen anhand von vorhan¬denen Korpora durchgeführt und ausgewertet (einfache Messungen der Lautdauer, Formanten, VOT, Grundfrequenz). Die Dokumentation der Messung und Interpretation der gefundenen Ergebnisse wird als Laborbericht am Ende des Praxisseminars abgegeben und ist für das Bestehen des Moduls Voraussetzung.
Qualifikationsziele: Die Studierenden werden befähigt, selbst Sprachaufnahmen anzufertigen und aufzubereiten. Sie erwerben messphonetische Grundlagen und lernen, Sprechschall¬formen unter phonetisch-phonologischen Aspekten zu interpretieren.
Lehr- und Lernformen: Praxisseminar; regelmäßige und aktive Teilnahme, Durchführung von Versuchen inklusive Messungen und Auswertungen mit dem Computer.
Prüfungsleistungen: Laborbericht.
Berechnung der Modulnote: Die im Seminar erreichte Note bildet die Modulnote.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik. Der erfolgreiche Abschluss dieses Moduls ist Voraussetzung für den Besuch der Aufbaumodule 5 und 6.
Modulbeauftragte(r): Professur für Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
04s
Praxiseminar
4.00
Wahlpflicht
Akustische Phonetik
(= Physikalische Grundlagen und Apparate 1)
Laborbericht, empirisch
6

BM 9 CL - Computerlinguistik [1312]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Das Modul dient einer allgemeinen Einführung in die Computerlinguistik. Es werden die Methoden (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik) und Ressourcen (Korpora, Lexika) der Linguistik vorgestellt. Die begleitende Vorlesung vertieft ausgewählte thematische Bereiche, leitet aus linguistisch-theoretischen Überlegungen Lösungen ab und geht auf die notwendigen Voraussetzungen für sprachverarbeitende Systeme ein.
Lehr- und Lernformen: Seminar, Vorlesung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Klausurarbeit.
Berechnung der Modulnote: Die im Seminar erreichte Note bildet die Modulnote. Die Modulnote geht nicht in die Fachnote ein.
Modulbeauftragte(r): Professur für Sprachliche Informationsverarbeitung.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: keine.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
03w
Seminar
2.00
Wahlpflicht
Fragestellungen, Methoden, Ressourcen
Aktive Teilnahme, Klausur
4
04s
Vorlesung
2.00
Wahlpflicht
Sprachverarbeitung
Aktive Teilnahme
2

AM 1 TM - Theorien und Modelle [1313]

Modulbeschreibung
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Gegenstand dieses Moduls sind die zahlreichen konkurrierenden Ansätze und Modelle der modernen theoretischen Linguistik. Im Vordergrund steht die Vermittlung der wissenschaftstheoretischen und wissenschaftshistorischen Grundlagen der Konstruktion linguistischer Theorien. Die beiden aufeinander folgenden Seminare Linguistische Theorien und Modelle I und II verschaffen Studierenden einen Überblick über die wichtigsten zeitgenössischen Modelle. Der erste Teil behandelt die historischen und erkenntnis¬theoretischen Voraussetzungen sowie die Entwicklung der modernen Linguistik vom Spät¬strukturalismus über die Transformationsgrammatik bis zu den neueren Versionen der Chomskyschen Mainstream-Theorie (Minimalistisches Programm). Im zweiten Teil werden alternative Modelle vorgestellt, und zwar sowohl generative Konkurrenzmodelle (z.B. LFG, HPSG) als auch funktionalistische (z.B. Functional Grammar, Systemic Grammar) und kognitivistische Modelle (z.B. Langackers Cognitive Grammar, Construction Grammar) sowie weitere Beschreibungsmodelle je nach dem Entwicklungsstand der Theoretischen Linguistik (z.B. das Mehrzweckmodell der OT). Hinzu kommt eine Einführung in die Entwicklung spezieller theoretischer Ansätze in der Phonologie und Morphologie.
Textgrundlage der beiden Veranstaltungen Theorien und Modelle I und II ist ein Reader, der die gesamte Pflichtlektüre für die beiden Semester, eine ausführliche Bibliographie und weiterführende Hinweise enthält.
Das Hauptseminar Analyse befasst sich mit je nach Angebot oder Aktualität variierenden Phänomenbereichen (z.B. Wortarten, Phrasenstruktur, Definitheit und Referentialität, Aspekt und Tempus usw.) und deren Behandlung in verschiedenen Paradigmen.
Qualifikationsziele: Das Ziel besteht darin, die während des Studiums erworbenen Teil¬kenntnisse in die derzeitige fachliche Gesamtlandschaft einordnen zu können und das Er¬kennen von Gesamtzusammenhängen der linguistischen Argumentation zu ermöglichen. Es sollen darüber hinaus die wissenschaftstheoretischen und wissenschaftsgeschichtlichen Voraussetzungen für eine Standortbestimmung des Faches vermittelt werden. An Schlüssel¬qualifikationen vermittelt dieses Modul über die Standardqualifikationen (mündliche Präsentation von Inhalten in Referatform, prägnante schriftliche Charakterisierung und Evaluierung eines Modells usw.) hinaus insbesondere die Fähigkeit, konkurrierende Ansätze miteinander zu vergleichen und die teilweise inkompatiblen Analysemethoden auf die unter¬schiedlichen Prinzipien ihrer Konstruktion (evtl. auch "Konstruktionsfehler") zurückzuführen.
Lehr- und Lernformen: Seminar, Hauptseminar; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen und Benotung: Referat, Referat oder Hausarbeit (10 S.), ggf. schriftliche Bachelorprüfung (zu Theorien und Modelle).
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote ergibt sich aus dem nach Kreditpunkten gewichteten arithmetischen Mittel der Noten des Hauptseminars und des Seminars, in dem ein Referat gehalten wurde.
Modulbeauftragte(r): Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss der Basismodule 1 bis 5.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05w
Seminar
2.00
Pflicht
Theorien und Modelle I
Aktive Teilnahme
2
05w
Hauptseminar
2.00
Wahlpflicht
Analyse
Aktive Teilnahme + Referat
oder
Aktive Teilnahme + Hausarbeit
3/5
06s
Seminar
2.00
Pflicht
Theorien und Modelle II
Aktive Teilnahme, Referat
3

AM 2 KO - Kommunikation [1314]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: In diesem Modul werden anwendungsbezogene Beschreibungs- und Analyse¬methoden vermittelt. Anhand konkreter Kommunikationssituationen (Interviews, Talkshows, Beratungsgespräche etc.) werden die Grundlagen der Diskurs- und Kommunikationsanalyse dargestellt. Durch den Vergleich mit anderen Kulturen wird auch an die Grundbegriffe der Interkulturellen Kommunikation herangeführt. Dabei sollen auch die unterschiedlichen Kompetenzen der Studierenden, ihre Erfahrungen in den jeweiligen Kulturen bewusst thematisiert und analysiert werden.
Qualifikationsziele: Die Studierenden werden befähigt, innerhalb eines vorgegebenen Themenbereichs ein Problem selbstständig zu erarbeiten, eine methodische Vorgehensweise zu entwickeln, Daten zu erheben und die Ergebnisse in schriftlicher Form auszuarbeiten und in einem freien Referat mit entsprechenden Präsentationstechniken vorzustellen.
Lehr- und Lernformen: Seminar, Hauptseminar; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Referat, Referat oder Hausarbeit (10 S.), ggf. mündliche Bachelorprüfung (zur Diskursanalyse).
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote ergibt sich aus dem nach Kreditpunkten gewichteten arithmetischen Mittel der Noten des Hauptseminars und des Seminars, in dem ein Referat gehalten wurde.
Modulbeauftragte(r): Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss der Basismodule 1 bis 5; der Abschluss von Basismodul 7 wird empfohlen, ist aber keine strikte Voraussetzung.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05w
Seminar
2.00
Pflicht
Einführung in die Pragmatik
Aktive Teilnahme
2
05w
Hauptseminar
2.00
Wahlpflicht
Diskursanalyse
Aktive Teilnahme + Referat
oder
Aktive Teilnahme + Hausarbeit
3/5
06s
Seminar
2.00
Wahlpflicht
Textanalyse
Aktive Teilnahme, Referat
3

AM 3 AS - Antike Sprachen [1315]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Das Modul hat die historische Grammatik des Griechischen und Lateinischen zum Gegenstand. Das Seminar Griechisch I richtet sich speziell an Studierende ohne sprachliche Vorkenntnisse und dient dem Erwerb von überwiegend synchronen sprachlichen Grund¬kenntnissen des Griechischen. Im Seminar Griechisch II (Griechische Sprachwissenschaft) wird, ebenso wie im Seminar Lateinische Sprachwissenschaft, auf Grundkenntnissen dieser beiden Sprachen aufbauend, ein Überblick über die jeweilige historische Phonologie und Morphologie unter sprachvergleichenden Gesichtspunkten gegeben.
Qualifikationsziele: Ziel beider Veranstaltungen ist es, die Studierenden mit den wichtigsten Sprachwandelprozessen des Griechischen und Lateinischen vertraut zu machen und somit zum einen eine Basis für den Sprachvergleich zu schaffen, zum anderen die nötigen Hintergrundkenntnisse für die Lektürekurse in Mastermodul 3 und 4 zu vermitteln.
Lehr- und Lernformen: Seminar; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: eine oder zwei Klausurarbeiten, ggf. schriftliche Bachelorprüfung (vierstündige Klausurarbeit: Übersetzung und sprachwissenschaftlicher Kommentar eines griechischen oder lateinischen Textes).
Berechnung der Modulnote: Wird im Modul eine Klausurarbeit geschrieben, bildet die im betreffenden Seminar erreiche Note die Modulnote. Werden im Modul zwei Klausurarbeiten geschrieben, bilden die jeweils in den mit Klausurarbeit abgeschlossenen Seminaren erreichten Noten zu gleichen Teilen die Modulnote.
Modulbeauftragte(r): Professur für Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft.
Verwendbarkeit des Modus: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: Lateinkenntnisse im Umfang des Latinums; Abschluss der Basismodule 1 bis 6.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05w
Seminar
2.00
Pflicht
Griechisch I
Aktive Teilnahme
2
06s
Seminar
2.00
Pflicht
Griechisch II (Gr. Sprachwissenschaft)
Aktive Teilnahme, Klausur
4
06s
Seminar
2.00
Pflicht
Lateinische Sprachwissenschaft
Aktive Teilnahme
oder
Aktive Teilnahme + Klausur
2/4
5,6

0.00


ggf. schriftliche Bachelorprüfung
6

AM 4 AIG - Altindisch und Indogermanisch [1316]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Das Modul verfolgt zwei Ziele. Zum einen dient es dem Erwerb von Grundkenntnissen des Altindischen, das neben dem Griechischen, Lateinischen und Germanischen von großer Bedeutung für den Sprachvergleich und die Rekonstruktion des Indogermanischen ist. Die Seminare "Altindisch I" und "Altindisch II" vermitteln einen Überblick über die synchrone und diachrone Grammatik dieser Sprache, begleitet von der Übersetzung einfacherer Texte. Im Hauptseminar wird nach Maßgabe des Lehrangebots ein Thema aus der indogermanischen Phonologie, Morphologie, Wortbildung oder Syntax diskutiert und vertieft.
Qualifikationsziele: Neben dem Erwerb von weiteren Sprachkenntnissen erhalten die Studierenden in diesem Modul im Rahmen der Hausarbeit die Gelegenheit, die eigenständige Erarbeitung und schriftliche Präsentation eines wissenschaftlichen Themas anhand aktueller Fachliteratur zu üben und somit das erworbene Wissen in den wissenschaftlichen Gesamtzusammenhang zu integrieren.
Lehr- und Lernformen: Seminar, Hauptseminar; regelmäßige und aktive Teilnahme
Prüfungsleistungen: Hausarbeit (im Umfang von ca. 10 Seiten), ggf. Klausurarbeit, ggf. schriftliche Bachelorprüfung (vierstündige Klausurarbeit: Übersetzung und sprachwissenschaftlicher Kommentar eines altindischen Textes).
Berechnung der Modulnote: Wird im Modul keine Klausurarbeit geschrieben, bildet die im Hauptseminar erreiche Note die Modulnote. Wird im Modul zusätzlich zur Hausarbeit im Hauptseminar eine Klausurarbeit im Seminar "Altindisch II" geschrieben, bilden die im Hauptseminar und im Seminar "Altindisch II" erreichten Noten zu gleichen Teilen die Modulnote.
Modulbeauftragte(r): Professur für Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft
Verwendbarkeit des Modus: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: Lateinkenntnisse im Umfang des Latinums, Abschluss der Basismodul 1 bis 6.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05w
Seminar
2.00
Pflicht
Historische Grammatik des Altindischen I
Aktive Teilnahme
2
06s
Seminar
2.00
Pflicht
Historische Grammatik des Altindischen II
Aktive Teilnahme
oder
Aktive Teilnahme + Klausur
2/4
05w
Hauptseminar
2.00
Wahlpflicht
Grundfragen der indogermanischen Phonologie, Morphologie, Wortbildung und Syntax
Teilnahme, Hausarbeit
4
5,6

0.00


gg. schriftliche Bachelorprüfung
6

AM 5 EPG - Experimentelle Phonologie (Grundlagen) [1317]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: Das Projektseminar Laboratory Phonology I dient der Vertiefung empirischer Methoden und Fertigkeiten. In Kleingruppen werden artikulatorisch oder akustisch aus¬gerichtete Produktions¬experimente (z.B. mit Hilfe von artikulatorischen Messgeräten wie einem Elektropalatographen (EPG), einem Elektromagnetischen Artikulographen (EMMA) oder einem Laryngographen) oder perzeptiv ausgerichtete Experimente durchgeführt und ausgewertet. In diesem Projektseminar arbeiten Bachelor- und Masterstudierende (Mastermodul 5/Prosodie) in Gruppen zusammen. Ein Aufgabenbereich für Studierende im Bachelorstudiengang besteht darin, Kriterien für die Annotation und Analyse unterschied¬licher Daten festzulegen, um zuverlässige Ergebnisse über die ganze Gruppe hinweg gewährleisten zu können. Ferner sollen die erhobenen Daten von den Gruppenmitgliedern zusammengeführt und in statistische Auswertungsprogramme exportiert werden.
Die Inhalte des Wahlpflichtseminars wechseln und sind zum Teil vom Angebot des Instituts für Kommunikationswissenschaften (IKP) - Abteilung für Sprache und Kommunikation der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn abhängig. Ein möglicher Austausch besteht insbesondere in den Bereichen der akustischen Analyse sprachlicher Daten sowie der Forschung an Sprachsynthese.
Qualifikationsziele: Den Studierenden werden Fähigkeiten und Fertigkeiten im Hinblick auf empirisches Arbeiten als aktive Mitglieder in einem von fortgeschrittenen Studierenden des Mastermoduls 5 angeleiteten Team vermittelt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Zusammen¬hang von phonologischer Hypothesenbildung und phonetischer Praxis. Die Studierenden erfahren, wie eine umfassende Analyse von Produktions- und Perzeptionsexperimenten durchgeführt wird und tragen zur Konzeption der Fragestellung und zum Design für die Datenerhebung (inklusive der Bedienung phonetischer Messgeräte) bei. Die Studierenden nehmen an der Aufbereitung und der statistischen Analyse der Daten teil und lernen, die Ergebnisse angemessen zu präsentieren. Besonderer Wert wird auf Teamarbeit gelegt. Die zusammenhängende Bearbeitung einer komplexen Fragestellung impliziert außerdem eine intensive Beschäftigung mit relevanter Software sowohl für die akustische bzw. artikulatorische Analyse von Sprachdaten als auch für die statistische Auswertung der Daten. Ferner ist eine eingehende Auseinandersetzung mit der einschlägigen Literatur unerlässlich.
Lehr- und Lernformen: Seminar, Projektseminar; regelmäßige und aktive Teilnahme
Prüfungsleistungen und Benotung: empirische Hausarbeit, Referat oder Hausarbeit, ggf. schriftliche Bachelorprüfung (vierstündigen Klausurarbeit zu den Grundlagen der Experimentellen Phonologie).
Berechnung der Modulnote: Die Modulnote ergibt sich aus dem nach Kreditpunkten gewichteten arithmetischen Mittel der in Seminar und Projektseminar erreichten Noten.
Modulbeauftragte(r): Professur für Phonetik.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss der Basismodule 1 bis 5 und 8.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05a,06a
Seminar
2.00
Wahlpflicht
Nach Angebot (Austausch mit Bonn möglich)
Aktive Teilnahme + Referat
oder
Aktive Teilnahme + Hausarbeit
3/5
06s
Projektseminar
2.00
Pflicht
Laboratory Phonology I (=Apparate 2)
Teilnahme,
Hausarbeit
(empirisch)
5
5,6

0.00


ggf. schriftliche Bachelorprüfung
6

AM 6 MGS - Modellierung gesprochener Sprache [1318]

Modulbeschreibung:
Inhalte und Qualifikationsziele:
Inhalte: In diesem Modul geht es um die Vertiefung von akustisch-artikulatorischen Zusammenhängen und deren Klassifizierbarkeit im Hinblick auf die Modellierung gesprochener Sprache. Im Seminar Gesten und Segmente werden gestische und segmentale Konzepte der Sprachproduktion verglichen und konkrete Messmethoden für die Untersuchung von artikulatorischen Bewegungen vorgestellt. Anhand artikulatorischer und akustischer Analysen wird eruiert, dass es keine natürlichen Segment- und Silbengrenzen in gesprochener Sprache gibt, da gesprochene Sprache ein kontinuierlicher Prozess ist (Messung, Analyse und Modellierung von Koartikulation und Koproduktion in verschiedenen phonetischen und phonologischen Forschungsansätzen). Des Weiteren werden phonologische Prozesse (Elision, Epenthese, Assimilation) artikulatorisch modelliert durch zeitliche Koordination von überlappenden artikulatorischen Gesten. Hier werden phonetische und somit quantitative Erklärungen für das gegeben, was oft als phonologisches qualitatives Phänomen verstanden wird. Im Seminar Signalgestützte Transkription wird die komplexe Beziehung zwischen Akustik und Artikulation weiter untersucht und die Verbindung zum Wahrgenommenen und zur phonetisch-phonologischen Klassifikation gezogen. Da die Modellierung sprachproduktorischer Phänomene auch für die Sprachsynthese eine große Rolle spielt, ist als zusätzliches Seminar eine Veranstaltung aus (a) entweder der Sprach¬produktion oder (b) der Sprachsynthese vorgesehen; insbesondere bei (b) ist in Absprache mit Bonn der Import sprachsynthetischer Veranstaltungen geplant.
Qualifikationsziele: Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, verschiedene Sprachproduk¬tionsphänomene gesprochener Sprache segmental und gestisch zu modellieren. Dabei verknüpfen sie Kenntnisse der phonologischen Theoriebildung mit konkreten artikulatorisch-akustischen Daten. Sprachsignale können somit erstmals selbst am Computer im Hinblick auf Wahrnehmung natürlicher und synthetischer Sprache in Grundzügen nicht nur analysiert, sondern auch verändert werden.
Lehr- und Lernformen: Seminar, Übung, Vorlesung; regelmäßige und aktive Teilnahme.
Prüfungsleistungen: Klausur, Referat bzw. Hausarbeit, ggf. schriftliche Bachelorprüfung (vierstündige Klausur zu den Grundlagen der Modellierung gesprochener Sprache).
Berechnung der Fachnote: Die Modulnote ergibt sich aus dem nach Kreditpunkten gewichteten arithmetischen Mittel der Noten des mit Referat oder Hausarbeit abgeschlossenen Seminars und der Übung.
Modulbeauftragte(r): Professur für Phonetik.
Verwendbarkeit des Moduls: Wahlpflichtmodul im Bachelorstudium Linguistik und Phonetik.
Modulbezogene Voraussetzungen: Abschluss der Basismodule 1 bis 5 und 8.

Zu absolvierende Lehrveranstaltungen:

Semester Veranst.-Typ SWS Obligatheit Gegenstand Leistung Credit Points
05w
Seminar
2.00
Pflicht
Gesten und Segmente
Aktive Teilnahme + Referat
oder
Aktive Teilnahme + Hausarbeit
3/5
5,6
Übung
2.00
Pflicht
Signalgestützte Transkription (=T2)
Klausur
3
05a,06a
Vorlesung oder
Seminar
2.00
Wahlpflicht
nach Angebot (Austausch mit Bonn möglich)
Aktive Teilnahme
2
5,6

0.00


ggf. schriftliche Bachelorprüfung
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erstellt von uk-online am 24.02.17, 20:34